Die Gemeinde Emmen plant, die Problematik der achtlos weggeworfenen Zigarettenstummel zu bekämpfen. Ein generelles Rauchverbot auf Schul- und Spielplätzen, wie von der SP gefordert, wird jedoch vom Gemeinderat abgelehnt.
Zu Tausenden finden sich die ausgebrannten Stummel in den Wäldern, auf Strassen oder zwischen Kieseln auf Spielplätzen. Um diesem Missstand entgegenzuwirken, beteiligt sich Emmen an der nationalen Kampagne «Stop2drop». Diese umfasst Plakate, Social-Media-Posts und kreative Aktionen zur Sensibilisierung von Rauchern. Die Kampagne startet am 12. Mai und dauert zwei bis drei Monate.
Die Gemeinde setzt dabei auf bereits bestehende Massnahmen gegen Littering wie Schulprojekte, Abfallspaziergänge oder Aktionen mit Quartiervereinen. Zusätzlich werden Güselkübel mit Aschenbechern ausgestattet und neue Kübel an strategischen Orten platziert. Ein digitales Monitoring-System soll verschmutzte Hotspots identifizieren, sodass der Werkdienst gezielt eingreifen kann.
Die Kampagne ist eine Antwort auf ein SP-Postulat, das mehr Sensibilisierung und Rauchverbote forderte. Während die Gemeinde bei der Aufklärung aktiv wird, lehnt sie ein generelles Rauchverbot ab. Schon jetzt gilt auf den Schularealen während der Schulzeiten ein Rauchverbot. Ein umfassenderes Verbot ist laut Gemeinderat schwierig umzusetzen, insbesondere da Veranstaltungen stattfinden.
Auf Spielplätzen nahe Schulen besteht bereits ein ganztägiges Rauchverbot. Der Ausbau dieses Verbots auf weitere öffentliche Plätze wird im Rahmen der Spielplatzstrategie geprüft. Ob die Politik mit diesen Massnahmen zufriedengestellt ist, bleibt abzuwarten. Die Debatte steht zur nächsten Sitzung am 12. Mai auf dem Traktandenplan.