Mexikos Regierung feiert einen bedeutenden Erfolg im Kampf gegen die Drogenkartelle. In Nayarit, einem westlichen Bundesstaat, haben Eliteeinheiten den gesuchten Kriminellen Audias Flores festgenommen, der in der Unterwelt auch als „der Gärtner“ oder „El Jardinero“ bekannt ist. Sowohl in Mexiko als auch in den USA war er aufgrund seiner Verbrechen zur Fahndung ausgeschrieben; die USA boten für seine Ergreifung fünf Millionen Dollar Belohnung. Flores galt als potenzieller Nachfolger von Nemesio Oseguera, alias „El Mencho“, dem Anführer des mächtigen Kartells Jalisco Nueva Generación (CJNG). Mit seiner Verhaftung wird eine Entscheidung über die Nachfolge beeinflusst, wie der Lateinamerika-Experte Günther Maihold erläutert. Der Tod von „El Mencho“ im Februar nach einem Angriff durch das Militär hatte zu Gewalt in Mexiko geführt, mit Straßensperren und Überfällen, bei denen Dutzende Menschen ums Leben kamen. Die Festnahme von Flores löste ebenfalls Unruhen aus, einschließlich Straßenblockaden und Brandanschlägen auf Geschäfte. Günther Maihold betont jedoch, dass diese Aktion nicht mit den vorherigen gewaltsamen Ausbrüchen vergleichbar sei. Sicherheitsminister Omar Garcia Harfuch erklärte, die Operation gegen Flores sei von der Marine geplant und durchgeführt worden. Zusätzlich wurde in Tamaulipas ein weiterer Kartellchef gefasst: Alexander Benavides Flores, bekannt als „R9“, Anführer einer Splittergruppe des Golf-Kartells. Seine Festnahme führte zu Straßensperren in Reynosa, einer Grenzstadt zu den USA. Die jüngsten Verhaftungen sind laut Experten auf die Zusammenarbeit mit den USA zurückzuführen. Mexiko nutzt nachrichtendienstliche Informationen, um Kartellstrukturen effektiv anzugreifen und mit deren Anpassungsfähigkeit Schritt zu halten, so Günther Maihold.