Kristin Cabot war als HR-Chefin in einem renommierten US-Unternehmen tätig. Ein Video, das sie mit dem CEO ihres Unternehmens zeigt, sorgte weltweit für Aufsehen. Während er offenbar Jobangebote erhält, wird sie als «Ehemann-Diebin» diffamiert.
Oprah Winfrey, bekannt für ihre empathische Gesprächsführung vor Millionenpublikum, gewinnt Cabot, die nach dem Sommertrauma nur noch verschwinden wollte. Die ehemalige Personalchefin eines Softwareunternehmens besuchte mit Andy Byron, ihrem CEO und Vorgesetzten, ein Coldplay-Konzert in Boston. Ihre Freundschaft galt als rein beruflich, bis eine Kiss-Cam-Zusammenstellung sie innig umschlungen auf der Leinwand zeigte.
Cabot betont bei Winfrey, dass keine sexuelle Beziehung bestand, sondern lediglich gegenseitige Anziehung. Die beiden hatten über ihre gescheiterten Ehen gesprochen – Cabot war in Trennung, Byron ebenfalls angeblich getrennt. Nachdem das Video viral ging, erlebte das Paar eine digitale Hetzjagd und wurde Opfer von Puritanismus bezüglich Ehe und Treue.
Cabot erhielt Hassmails und Morddrohungen; Medien belagerten ihr Zuhause. Ihre Kinder litten am meisten unter der öffentlichen Belastung, betont sie bei Winfrey. Sie musste sich stärker rechtfertigen als Byron, dessen Ruf unberührt blieb.
Beide informierten den Verwaltungsrat über ihre Beziehung. Er trat als CEO zurück, Cabot verließ das Unternehmen. Während er Jobangebote erhielt, findet sie keine neue Anstellung. Sie kritisiert die Doppelmoral und die Art, wie Frauen sich gegenseitig behandeln: «Es bricht mir das Herz, wie Frauen miteinander umgehen.»
Cabot beschuldigt Byron der Lüge über seine Trennungssituation. Winfrey hinterfragt dies erstaunt. Cabots Moral steht im Vordergrund, und Winfreys Unterstützung ist gewährleistet.