In Deutschland ist ein Vorfall in der Oberstufe des Gymnasiums in Schleife, Sachsen, für Unruhe gesorgt: Neuntklässler wurden während einer Theaterwoche mit pornografischem Material konfrontiert. Das Projekt im März trug den Titel «Mut» und wurde von zwei Referentinnen aus Berlin geleitet. Laut Medienberichten haben die Anleiterinnen ein Pornoheft mit Bildern von Oralsex, Geschlechtsteilen und gleichgeschlechtlichem Sex unter 14- bis 15-Jährige gebracht.
Eltern waren empört, als am ersten Tag der fünfteiligen Projektwoche Fotos in den Elternchats auftauchten. Daraufhin protestierten sie und die Schule beendete das Workshop unverzüglich und entließ die Referentinnen. Die Polizei ermittelt gegen diese wegen des Verdachts auf Verbreitung pornografischer Inhalte an Minderjährige. Sachsens Kultusminister Conrad Clemens (CDU) nannte den Vorfall «ungeheuerlich».
Neben der Amadeu-Antonio-Stiftung, die 2500 Euro beisteuerte, flossen auch Mittel aus dem Schulbudget in das Projekt. Dies bedeutet laut «Bild», dass Steuergelder des Freistaats Sachsen involviert waren. Die sozialistische Jugendorganisation «Die Falken» soll die Projektleiterinnen vermittelt haben.
Der Anteil der Schulfonds ist nicht bekannt, wie von Behörden bestätigt wurde. Es wird berichtet, dass der Dienstleistungsvertrag nach Bekanntwerden fristlos gekündigt wurde und eine Finanzierung nur für die geleistete Arbeit gemäß Paragraf 628 BGB gilt – maximal für den ersten Tag.
Die Jugendorganisation gab an, das Material sei nicht speziell für die Schüler vorgesehen gewesen. Bundesvorsitzende Micki Börchers erklärte gegenüber «Bild», die Jugendlichen hätten aus «gespendeten Bastelmaterialien wie Zeitschriften und Heften» Collagen erstellen sollen. «Darunter war versehentlich ein Magazin mit Bildern sexueller Darstellungen und Nacktheit», so Börchers.