Serbiens Staatschef hat die Entdeckung von Sprengstoff “verheerender Kraft” sowie Zündschnüre an einer wichtigen Gaspipeline, die nach Ungarn führt, gemeldet. Das Ereignis führte zu einer Krisensitzung der ungarischen Regierung. Präsident Aleksandar Vucic teilte auf Instagram mit, dass er Ministerpräsident Viktor Orban bereits über den Fund informiert habe.
Orban bestätigte das Gespräch und kündigte für Sonntagnachmittag eine Sitzung des ungarischen Verteidigungsrats an. Die Parlamentswahl in Ungarn steht in einer Woche, am 12. April, bevor; Viktor Orban könnte dabei durch Peter Magyar abgelöst werden.
Die Identität der Saboteure bleibt unbekannt. Die Untersuchungen dauern an, so Vucic und Orban, die seit Jahren gute Beziehungen unterhalten. Der gefundene Sprengstoff wurde nahe der serbischen Grenzortschaft Velebit lokalisiert.
Die Balkan Stream Pipeline, die russisches Erdgas von der Türkei über Bulgarien, Serbien und Ungarn transportiert, hatte im letzten Jahr rund 7,5 Milliarden Kubikmeter Gas geliefert. Laut dem serbischen Sender “RTS” gab es in der Vergangenheit bereits Sabotageakte an dieser Pipeline. Aus diesem Grund setzt Serbien seitdem die Armee ein, um die Leitungen zu schützen; Spezialkräfte und Flugabwehr sollen gegen Drohnenangriffe und Sabotagen vorgehen.