Vor sieben Jahren gelang es der 42-jährigen Gewerkschafterin Greta Gysin, als erste Tessiner Vertreterin der Grünen in den Nationalrat einzuziehen. In ihrer Funktion als Vizepräsidentin der Fraktion konnte sie sich mit deren Abläufen vertraut machen, wie sie vor einer Woche im Gespräch mit SRF bestätigte. Ihre gut integrierte Position innerhalb der Fraktion und ihre Verbindungen zu den Mitgliedern unterstreichen ihren Anspruch auf das Amt. “Ich habe die richtigen Werkzeuge”, betont Gysin über sich selbst.
Sollte Greta Gysin gewählt werden, würden alle führenden Positionen innerhalb der Grünen-Partei nicht mehr von Deutschschweizern besetzt sein. Neben der Tessiner Nationalrätin kommt die Parteipräsidentin Lisa Mazzone aus der Romandie.
Die zukünftige Fraktionspräsidentin wird eine wesentliche Rolle einnehmen, da Parteipräsidentin Mazzone nach dem Verlust ihres Ständeratssitzes nicht mehr im Bundeshaus vorne mitwirken kann. Die Grünen mussten bei den letzten eidgenössischen Wahlen einen Rückgang ihrer Sitze hinnehmen und schrumpfen auch in den Kantonsparlamenten.
SRF 4 News, 08.05.2026, 11:00 Uhr