Ein SVP-Politiker aus Luzern, Fritz Gerber, setzt sich dafür ein, den Schutzstatus des Wolfs zu überdenken und die Population drastisch zu verringern. Dieser Vorschlag wird vor allem als vorteilhaft für Landwirte angesehen.
Fritz Gerber argumentiert, dass die bestehende Anzahl an Wölfen eine Belastung für Land- und Alpwirtschaft darstellt und zudem ein Sicherheitsrisiko für Kinder bedeutet. Als Landwirt fordert er die Luzerner Regierung auf, den Schutzstatus des Wolfs zu überdenken, da dieser stark von der EU geprägt sei.
Die vorgeschlagene Standesinitiative zielt darauf ab, dass der Bund rechtliche Anpassungen vornimmt, sodass Wölfe nicht mehr als geschützte Art gelten. Dies würde sie in den meisten Gebieten zur Abschuss freigeben. Ziel ist es, die Wolfspopulation auf 50 bis 100 Tiere zu reduzieren und damit ein stabiles Gleichgewicht zwischen Wildtierpräsenz und landwirtschaftlichen Belangen herzustellen.
Gerber betont, dass diese Population dennoch ausreiche, um den Ausrottungsgefahr des Wolfs vorzubeugen. Er weist darauf hin, dass ein solcher Bestand auch zur Regulation hoher Wildbestände beitragen würde. Trotz der Ablehnung eines revidierten Jagdgesetzes durch die Schweizer Bevölkerung im Jahr 2020 glaubt Gerber, dass seine Initiative dem heutigen Volkswillen entspricht.
Der politische Vorschlag stößt jedoch auf Widerstand. Der oberste Luzerner Jäger und Parteikollege von Gerber, Fabian Stadelmann, äußert Bedenken hinsichtlich der finanziellen Folgen, da die Entschädigungszahlungen des Bundes für Wolfsschäden wegfallen könnten.
Die Motion wird zusätzlich im Kontext der Berner Konvention diskutiert. Gerber kritisiert den langwierigen Prozess der Änderung des Schutzstatus durch den Europarat, welcher erst nach dem Vorfall mit dem Pony von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen beschleunigt wurde.
Der Kanton Luzern hat bereits Maßnahmen zur Bekämpfung der Wolfsschäden ergriffen, wie verstärkte Herdenschutzberatung. Auch weitere politische Anfragen wurden gestellt, um die Effektivität dieser Maßnahmen zu bewerten und sich auf eine zunehmende Wolfspräsenz vorzubereiten.