In der Schweiz ist ein italienisches Pärchen festgenommen worden, das verdächtigt wird, seinen sieben Monate alten Sohn misshandelt und getötet zu haben. Die Staatsanwaltschaft in Novara hat den beiden vorgeworfen, durch die Misshandlungen zum Tod des Kindes beigetragen zu haben.
Laut der italienischen Nachrichtenagentur ANSA verstarb das Kind im November 2024. Untersuchungen der Gerichtsmedizin und Autopsie ergaben, dass das Kind Stunden und Tage vor seinem Tod wiederholt stumpfen Gewaltanwendungen am Kopf ausgesetzt war sowie einer erheblichen thorako-vertebralen Kompression.
Die Ermittler kommen zu dem Schluss, dass die Verletzungen auf gewaltsame Handlungen von Dritten hindeuten und Unfall oder natürliche Ursachen ausgeschlossen werden können. Als Todesursache wurde akutes Atemversagen festgestellt, wahrscheinlich im Zusammenhang mit den erlittenen Verletzungen. Des Weiteren wird ihnen schwere Körperverletzung in mehreren Fällen zur Last gelegt.
Weiterhin werden dem Paar Vorwürfe der Entziehung ihrer erstgeborenen Tochter und Missachtung gerichtlicher Anordnungen gemacht. Im Juli 2025 entzogen sie sich einer Verfügung des Jugendgerichts Turin, die vorsah, das Mädchen in eine geschützte Einrichtung oder zur Pflege zu geben, indem sie untertauchten und nach der Schweiz flohen.
Sie nahmen das Kind mit und verhinderten so, dass der vorläufige Vormund seine Aufgaben wahrnehmen konnte. Abgehörte Telefonate sollen zudem Versuche zeigen, Angehörige zu gefälligen Aussagen zu bewegen.
Die beiden Beschuldigten im Alter von 28 und 27 Jahren wurden in der Schweiz durch die Zusammenarbeit mit Interpol festgenommen. Sie werden wegen wiederholter schwerer Misshandlung ermittelt. Die Auslieferungsverfahren gegen sie sind eingeleitet.