Die Lufthansa-Gruppe, zu der Swiss und Edelweiss zählen, hat neue Sparmassnahmen eingeleitet. Ein internes Schreiben, das dem «Blick» vorliegt, besagt, dass fortan keine neuen Mitarbeitenden eingestellt werden. Geschäftsreisen mit Hotelübernachtung sind verboten und Einsparungen bei Weiterbildungen, Team-Events sowie Projekten geplant. Der Grund für diese Massnahmen ist laut «Blick» die zunehmende ökonomische Unsicherheit. Die Gruppe beschäftigt über 100’000 Personen.
Auch Swiss ist von diesen Maßnahmen betroffen, wie ein Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP bestätigte. Das Schreiben enthalte jedoch keine neuen Informationen, da die Punkte bereits durch CEO Jens Fehlinger in einem internen Video kommuniziert wurden. Die Swiss führt zudem ein eigenes Kostensparprogramm durch.
Im März hatte die Airline allen rund 4000 Kabinenmitarbeitenden an der Zürcher Basis ein Angebot für einen freiwilligen Abgang mit Entschädigung gemacht, das auf positive Resonanz stieß. Einige Mitarbeitende haben dieses Angebot bereits akzeptiert.
Arbeitsverhältnisse können bis zum 30. April beendet werden, wobei die Betroffenen eine pauschale Abfindung von 15’000 Franken erhalten, sofern sie das Unternehmen bis Ende August 2026 verlassen. Die Airline hofft, den Personalüberhang in der Kabinenbesatzung auf diese Weise abbauen zu können. Es sind keine Kündigungen geplant; diese sollen nur als letzte Option in Betracht gezogen werden, falls die freiwilligen Maßnahmen nicht ausreichen.