Der Kanton Zug hat erklärt, dass er keine Pläne hegt, die historische Villa «Unterer Frauenstein» zu kaufen. Obwohl nach dem Nein des Stadtparlaments von Zug ein Interesse seitens der Regierung vermutet wurde, ist dies nun vom Tisch.
Die Regierung begründet ihre Entscheidung damit, dass sie im Gegensatz zur Stadt Zug keinen Bedarf an dieser Liegenschaft sieht. Die CSP-Kantonsrätin Vroni Straub und die ALG-Fraktion hatten nach der Ablehnung des Kaufs für 44 Millionen Franken durch den Grosse Gemeinderat gefragt, ob der Kanton Interesse hätte. Doch das ist nicht der Fall.
Die Stadt Zug wäre als Eigentümerin des benachbarten Casino/Seeliken eine sinnvolle Käuferin, da die Gestaltung des Seeufers in ihrer Verantwortung liegt. Der Kanton sieht jedoch keine vergleichbare Notwendigkeit für sich und verweist auf den Erwerb der Villa Casa Rossa an der Artherstrasse 29 in Zug als ausreichenden Ersatz. Nach dem Umbau soll das Anwesen öffentlich zugänglich sein.
Der Plan, die Liegenschaft «Unterer Frauenstein» zu erwerben und dafür abzustimmen, wurde von einer Initiative vorangetrieben, die vom Komitee um Alt-Gemeinderätin Monika Mathers initiiert wurde. Das Komitee berichtete kürzlich, dass es innerhalb von drei Wochen über 800 Unterschriften gesammelt hat und diese Zahl in der folgenden Woche auf über 1000 anstieg.
Die Initiative ist laut dem Komitee formal zustande gekommen, und die Sammlung von weiteren Unterschriften läuft bis zum Fristende. Die Bevölkerung reagierte laut Komitee positiv auf das Vorhaben.
Quellen: Anfrage und Antwort der Regierung