Die 28-jährige Laura Pirovano hat mit ihrem dritten aufeinanderfolgenden Sieg in der Abfahrt ein bemerkenswertes Kunststück vollbracht: Sie sicherte sich die kleine Kristallkugel in ihrer Disziplin. Zu Saisonbeginn hätte wohl niemand damit gerechnet, dass Pirovano diese Leistung erbringen würde. Ihre Aufholjagd war sensationell: Aus einem fünften Platz mit 236 Punkten nach sechs von neun Rennen schaffte sie es durch zwei knappe Siege in Val di Fassa – beide Male gewann sie nur um eine Hundertstel – an die Spitze.
In Kvitfjell trat Pirovano mit einem Vorsprung von 28 Punkten auf die Deutsche Emma Aicher an. Anstatt sich jedoch mit dem Verwalten des Abstands zu begnügen, ging sie erneut in den Kampf um den Sieg und setzte sich gegen alle Konkurrentinnen durch. Aicher erreichte schlussendlich Rang 5.
Pirovano, die vor Val di Fassa noch nie auf einem Weltcup-Podest stand, ist eine unerwartete Disziplinensiegerin, aber ihre Leistung ist keineswegs unbegründet: Sie hat sich in allen neun Abfahrten dieses Winters unter den besten Zehn platziert.
Breezy Johnson, die Olympiasiegerin, erreichte mit einem Rückstand von 15 Hundertstel auf Pirovano Platz 2. Kira Weidle-Winkelmann folgte knapp dahinter und überholte in der Disziplinenwertung die verletzte Lindsey Vonn auf den Rängen 3 (Johnson) und 4 (Weidle-Winkelmann).
Corinne Suter war die beste Schweizerin, sie erreichte Platz 6 mit einem Rückstand von 48 Hundertstel. Janine Schmitt, Jasmine Flury und Malorie Blanc belegten die Plätze 19, 20 und 22.