Die durchschnittlichen Löhne haben sich in Luzern geringfügig erhöht, doch im Vergleich zu anderen Kantonen fällt die Leistung des Kantons weniger gut aus. Dies betrifft ebenfalls die Gleichstellung.
Im Jahr 2024 lag der mediane Brutto-Monatslohn für Beschäftigte im zweiten und dritten Wirtschaftssektor in Luzern bei 6’800 Franken, was einer Steigerung von drei Prozent gegenüber dem Vorvergleichszeitraum entspricht. Im Privatsektor betrug dieser Wert 6’600 Franken, während er im öffentlichen Sektor 8’100 Franken erreichte, wie die Luzerner Statistikstelle Lustat berichtet.
Im Vergleich mit den anderen Kantonen ist der Lohn in Luzern eher niedrig. Schweizweit lagen die Bruttolöhne des zweiten und dritten Sektors um durchschnittlich 200 Franken höher als im Kanton Luzern. Besonders bemerkenswert sind die Unterschiede bei den Gehältern von Führungskräften: Im Kanton betrug der Medianlohn für diese Gruppe 10’200 Franken, während er schweizweit bei 11’200 Franken lag; am geringsten war das Gefälle bei nicht-führenden Positionen (LU: 6’300 Fr.; CH: 6’400 Fr.).
Der Lohnunterschied zwischen den Geschlechtern bleibt bestehen. Frauen in Luzern erhielten im Jahr 2024 durchschnittlich einen Bruttomedianlohn von 6’500 Franken monatlich, was neun Prozent oder 600 Franken weniger als ihre männlichen Kollegen entspricht – ein Wert, der sich seit zwei Jahren nicht verändert hat. Der Unterschied betrug auch im Jahr 2022 neun Prozent. Im Laufe ihrer Karriere nehmen die Lohnunterschiede tendenziell zu; bei den 50- bis 64-jährigen Beschäftigten lag der Differenzbetrag im Jahr 2024 bei 1’300 Franken, was die größte Abweichung aller Altersgruppen darstellt.
Insgesamt schwankten die medianen Bruttomonatslöhne im Kanton Luzern 2024 zwischen 5’600 und 8’600 Franken. Die Spannbreite der Löhne betrug wie schon im Jahr 2022 etwa 3’000 Franken, während sich das Gefälle zwischen den höchsten und niedrigsten Gehältern kaum veränderte. Somit blieb die Lohnschere im Vergleich zum Vorjahr stabil.
Verwendete Quellen:
Mitteilung Lustat