Marc Sieger berichtet über die bevorstehende Versteigerung einer luxuriösen Wohnanlage am Zugersee. Die Eigentümerin, eine russische Staatsbürgerin und Immobilienmaklerin, widersetzte sich der vom Betreibungsamt festgelegten Schätzung von über 13 Millionen Franken vehement. Der Fall zog sich bis vor das Bundesgericht.
Das Haus liegt idyllisch mit Blick auf den See und erstreckt sich in die Zugerberge. Es umfasst zwei Etagen, zwölf Zimmer sowie sechs Parkplätze. Die Versteigerung wird nach einer langwierigen gerichtlichen Auseinandersetzung stattfinden.
Die Eigentümerin argumentierte, dass der Schätzwert zu niedrig sei und der tatsächliche Wert zwischen 20 und 22 Millionen liege. Sie begründete dies mit einer höheren Preisberechnung pro Quadratmeter, Vergleichen mit ähnlichen Objekten in Zug sowie übersehenen Kriterien wie Aussicht und Sonneneinstrahlung. Die Behörden hielten dagegen, dass die speziell auf sie zugeschnittene Ausstattung den Wert mindere.
Das Zuger Obergericht hob den Schätzwert leicht an auf 13’350’000 Franken, während das Bundesgericht die Kosten der Neuschätzung und eine Spruchgebühr der Russin erließ. Der Verkauf ist für etwas mehr als 13 Millionen geplant.