Tausende Demonstranten versammelten sich in der tschechischen Hauptstadt Prag, um für die Unabhängigkeit öffentlich-rechtlicher Medien zu kämpfen. Sie verlangen den Erhalt der Medienfreiheit im Land.
Die Proteste richten sich gegen Vorhaben der rechtsgerichteten Regierung unter Ministerpräsident Andrej Babis. Dieser plant, ab 2027 die bestehenden Gebühren für Radio und Fernsehen zu streichen. Stattdessen soll die Finanzierung des Rundfunks künftig direkt über das Staatsbudget erfolgen.
Befürworter der Pläne sehen darin eine Möglichkeit zur Reform, während Kritiker vor einer möglichen Verstaatlichung und politischer Einflussnahme warnen. Die Sender müssten zudem mit einem Budgetkürzung von etwa 15 Prozent auskommen.