Ein Tiefdruckgebiet südlich der Alpen hat in den vergangenen Tagen riesige Mengen Saharastaub aufgewirbelt, der nun nach Norden getrieben wird. Laut «Meteoschweiz» entsteht eine mit Saharastaub durchsetzte Eiswolke, die weite Teile Europas überzieht. Das Tiefdruckgebiet bewegt sich von der Sahara in Richtung Mittelmeer und transportiert den Staub weit nach Norden.
«Meteoschweiz» erklärt, dass der Staub in hohen Schichten der Atmosphäre aufgehoben wird und so über grosse Distanzen verfrachtet werden kann. Infolgedessen liegt ein beträchtlicher Teil Europas unter einem sogenannten «Dusty Cirrus», einer mit Saharastaub angereicherten Eiswolke.
Die Ausdehnung dieser Wolkenmasse wird als bemerkenswert beschrieben. Ein umfangreiches Tiefdruckgebiet wirbelt massenhaft Staub auf und schiebt ihn nach Norden, während ein weiteres Tief bei Schottland die Masse zusätzlich in Richtung Europa lenkt.
Wer sich heute Vormittag über der feuchten unteren Luftschicht befand, war demzufolge ebenfalls von dieser Staubwolke umhüllt und konnte keine Sonne sehen. «Weather.com» prognostiziert zudem, dass in mehreren europäischen Ländern von den Balearen bis zu den Alpen mit sogenanntem «Blutregen» zu rechnen ist. Dieses Phänomen soll vor allem Italien und später auch Griechenland noch diese Woche treffen.