Das Unternehmen Aargau Verkehr, das in den Kantonen Aargau, Luzern und Zürich unterwegs ist, verzeichnete im vergangenen Jahr mit der Limmattalbahn, der Wynen- und Suhrentalbahn (WSB), der Bremgarten-Dietikon-Bahn sowie diversen Buslinien einen Fahrgastaufschwung. Insgesamt nutzten 29,2 Millionen Passagiere die Dienste von Aargau Verkehr, ein Anstieg um 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die Limmattalbahn verzeichnete dabei besonders hohe Wachstumsraten. Wie Aargau Verkehr bekannt gibt, stieg ihre Fahrgastzahl von 6,1 auf fast 6,5 Millionen – ein Zuwachs, der über dem Durchschnitt des gesamten Netzes lag.
Finanziell resultierte dies in einem Anstieg des Betriebsertrags um 6,5 Prozent auf insgesamt 129 Millionen Franken im Jahr 2025. Ein leichter Konzernverlust von 0,3 Millionen Franken wurde durch ungedeckte Kosten im Infrastrukturbereich verursacht, so Aargau Verkehr.
Aargau Verkehr beschäftigt rund 620 Mitarbeiter und gehört dem Kanton Aargau, dem Bund sowie verschiedenen Gemeinden. Im Bereich der Einnahmen durch Bussen verzeichnete das Unternehmen einen Anstieg um 75 Prozent auf eine Million Franken im Finanzbericht für 2025. Dies sei vor allem auf verstärkte Kontrollen zurückzuführen.
Mediensprecher Michael Briner erklärte, dass die Zahl der Kontroll- und Sicherheitskräfte erhöht wurde, insbesondere am Abend, um Fahrgäste ohne gültiges Billett zu erwischen. Diese Maßnahme sollte primär sicherheitstechnisch begründet sein, wobei Mehreinnahmen durch Bussgelder als Nebeneffekt entstanden.
Die Sicherheitskräfte bei Aargau Verkehr sind dazu berechtigt, Personen festzuhalten und Billette zu kontrollieren. Ähnliche Maßnahmen setzt auch die BLS seit 2020 um: Ihre Sicherheitspersonal führt ebenfalls Ticketkontrollen durch und vermittelt Fahrgastregeln.
Der erste Kontaktpunkt mit den Passagieren über diese Kontrollen sei laut BLS insbesondere in schwierigen Situationen von Vorteil. Die SBB hingegen legt Wert auf klare Rollenverteilungen, wobei die Zugbegleiterinnen für Fahrausweisprüfungen zuständig sind und das Sicherheitspersonal sich um Sicherheit kümmert.
Die Transportpolizei mit rund 200 Polizisten unterstützt auf Bahnanlagen und in Zügen, während Kundenbegleiter für Betreuungsaufgaben verantwortlich sind. Eine Zusammenarbeit zwischen diesen beiden Gruppen ist bei der SBB bereits geübte Praxis, ohne dass Änderungen an den Aufgabengebieten geplant seien.
Quelle: Regionaljournal Aargau Solothurn, 8.4.2026, 06:31 Uhr