Michelle Keller berichtet, dass ein siebter Schweizer Schwierigkeiten mit Lesen, Rechnen oder Problemlösen hat. Die Post möchte diesen Personen helfen und startet dazu ein Pilotprojekt in 13 Filialen im Kanton Luzern, um niederschwellige Unterstützung zu bieten.
Rund 844’000 Schweizer Erwachsene haben Mühe mit dem Verstehen einfacher Texte oder der Berechnung von Einkaufspreisen. Ein Bericht des Bundesamts für Statistik zeigt auf, dass solche Kompetenzprobleme oft zu Unzufriedenheit im Leben führen und den Gesundheitszustand sowie das Einkommen beeinflussen.
Im Rahmen dieses Pilotprojekts bietet die Post kostenlose Beratungen in Luzern und Zürich an. Ziel ist es, den Zugang zu kantonalen Hilfsangeboten zu erleichtern. In Luzern nehmen Filialen wie Beromünster, Dagmersellen (bis Ende Mai), Eschholzmatt, Nebikon, Neuenkirch, Reiden, Rothenburg, Ruswil, Schüpfheim, Sempach, Sursee, Willisau und Wolhusen teil.
Für diese Unterstützung werden Postmitarbeiterinnen geschult, um Kunden beim Ausfüllen von Formularen, Verstehen von Dokumenten oder bei der Installation von Smartphone-Apps zu helfen. Die Schulung erfolgt durch Fachspezialistinnen der Kantone und des Schweizer Dachverbands Lesen und Schreiben. Zudem wird Wert auf Diskretion in den Beratungsgesprächen gelegt, um die Vertraulichkeit der Kunden sicherzustellen. Das Projekt läuft von April bis Dezember 2026.
Bereits jetzt bietet die Post landesweit Beratungen zu verschiedenen Themen an, beispielsweise zur Installation von Apps oder Einrichtung von Behördenlogins, für die Kosten zwischen 5 und 35 Franken anfallen können. Quellen: Medienmitteilung der Post zum Pilotprojekt sowie ein Bericht des Bundesamts für Statistik zu Lesekompetenzen.