Das Vorhaben, ein neues Stadtviertel auf dem ehemaligen Gelände der Crypto AG in Steinhausen zu errichten, steht kurz vor dem Baubeginn. Wie Julian Baumann berichtet, sollen hier bis zum Jahr 2029 insgesamt 227 Wohnungen entstehen. Unter ihnen sind auch 15 Prozent preisgünstige Wohnräume vorgesehen, was im Bebauungsplan festgeschrieben ist.
Die Empira AG, die aktuelle Besitzerin des Areals, plant den Abriss der bestehenden Strukturen bereits für Mai dieses Jahres. Die Errichtung neuer Gebäude wird im Herbst 2026 starten und bis 2029 abgeschlossen sein sollen. Das Projekt umfasst zudem zwei Kindergärten und diverse Gewerbeflächen, wie die “Zuger Zeitung” berichtet.
Die Wohnungen variieren in ihrer Größe von 1,5 bis zu 5,5 Zimmern, wobei insgesamt zehn Gebäude entstehen sollen. Obwohl das Viertel autofrei gestaltet wird, sind 317 Parkplätze in einer Tiefgarage vorgesehen; darunter befinden sich 30 mit E-Ladestationen ausgerüstete Stellplätze.
Umweltfreundlichkeit steht im Vordergrund: Die Gebäude sollen nachhaltig und energieeffizient gebaut werden, unter Verwendung langlebiger Materialien. Eine Solaranlage ist geplant und das Quartier soll an das WWZ-Fernwärmenetz für Warmwasser- und Heizungsversorgung angeschlossen werden.
Crypto AG: Ein Blick zurück
In der Ära des Kalten Krieges versorgte die Crypto AG zahlreiche Länder mit Chiffriergeräten. Unbekannt war den Kunden, dass diese Geräte manipuliert waren und so Geheimdienste wie die CIA, NSA und BND abhören konnten. Der Skandal führte zur Auflösung der Firma im Jahr 2018.
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