Mit dem Ziel, den Aktienmarkt zu betreten und frisches Kapital in Milliardenhöhe anzuzapfen, bereitet sich Open AI auf einen Börsengang vor. Doch die Chancen stehen nicht unbedingt gut – es gibt viele Beispiele, die darauf hinweisen, dass dieser Weg gefährlich sein könnte.
Sam Altman, der CEO von Open AI, ist stets auf der Suche nach neuen Finanzquellen, um sowohl laufende Kosten zu decken als auch zukünftige Investitionen zu planen. In dieser Woche gelang es ihm, eine Finanzierungsrunde über 122 Milliarden Dollar abzuschließen, bei der das Unternehmen auf einen Firmenwert von 852 Milliarden Dollar geschätzt wurde – ein Wert vor dem Börsengang.
Zuletzt vermeldete Open AI Einnahmen in Höhe von zwei Milliarden Dollar monatlich, wobei 40 Prozent dieser Summe von Geschäftskunden stammen. Der Schritt zur Einstellung der KI-Sora, die für die Erzeugung hochwertiger Videos enorme Rechenkapazitäten benötigte, deutet darauf hin, dass das Unternehmen sich auf den Börsengang vorbereitet.
Das derzeitige Bewertungsverhältnis von 35,5 wirkt exorbitant. Bei einem geplanten Börsengang mit einer Kapitalisierung von über 1000 Milliarden Dollar würde es sogar auf ein Verhältnis von 42 steigen.
Persönlich würde ich Open AI-Aktien meiden und stattdessen in SpaceX investieren, die möglicherweise schon im Juni an die Börse gehen. Generell sind Börsengänge in Zeiten der Euphorie um KI-Technologien riskant. In den Jahren 2019 bis 2021 verzeichneten viele IPOs mit hohen Erwartungen starke Verluste.
Oatly, Beyond Meat und BuzzFeed befinden sich etwa 98 Prozent im Minus. Rivian liegt 86 Prozent darunter, während die Investoren von Bumble um 96 Prozent ihres Kapitals gebracht wurden. We Work und Bird verloren ebenfalls Geld, ebenso wie Investoren der Muttergesellschaft der App Wish.
Die “Stay-at-home”-Aktien wie Teladoc, Peloton oder Zoom haben nach der Pandemie kaum noch an Wert gewonnen.
Obwohl Open AI in keinem Bereich mit diesen Unternehmen vergleichbar ist und es Ausnahmen wie den Broker Robinhood gibt, dessen Aktien im Jahr 2021 stark gestiegen sind, bleibt das Risiko bei solchen Börsengängen groß.