Die langjährige Freundschaft zwischen Donald Trump, dem US-Präsidenten, und der Televangelistin Paula White-Cain ist von vielen Gemeinsamkeiten geprägt. Ihre Verbindung wurde ins Rampenlicht gerückt, als Paula Trump zu Ostern in einem Gebet mit Jesus verglich. Sie behauptete, Trump sei „verraten, verhaftet und angeklagt“ worden, ähnlich wie „unser Herr und Erlöser“. Trotz Kritik wegen möglicher Blasphemie verteidigt sich Trump nun damit, er habe als Arzt des Roten Kreuzes gehandelt. Diese Kontroverse hat ihre enge Beziehung nicht geschwächt.
Die Bekanntschaft reicht bis in die frühen 2000er Jahre zurück, als Donald Trump Paula während einer christlichen TV-Show entdeckte. Er war von ihr fasziniert und erkannte sie auch als talentierte Entertainerin, die ohne Theologiestudium Gebet mit Geschäft vereint. Auf ihrer Website ruft White zu Spenden auf und bietet spirituelle Dienste an, darunter persönliche Treffen für 500 Dollar im Monat.
White ist bekannt für ihre Verkündigung des prosperity gospel, eines Wohlstandsevangeliums, das besagt, dass positive Gedanken und Kirchenspenden zu Erfolg führen. Geboren in Tupelo, Mississippi, hat White eine Karriere aufgebaut, die mit ihrem Lebensweg voller Herausforderungen korrespondiert. Nach dem Verlust ihrer Eltern und persönlichen Prüfungen gründete sie zusammen mit ihrem Mann eine Kirche.
Ihre Zusammenarbeit mit Trump begann, als er sich 2015 zur Wahl stellte. White mobilisierte evangelikale Gemeinden für den Kandidaten, was zu seinem Wahlsieg beitrug. Im Weißen Haus führten sie gemeinsam religiöse Rituale durch und White wurde schließlich Leiterin des „Büros für Glaubensfragen“.
Obwohl ihre Rolle ohne Gehalt ist und ihr theologisches Verständnis von manchen kritisiert wird, bleibt sie standhaft. Sie hat eine einzigartige Anhängerschaft aufgebaut, die sich ethnisch mischt. Trotz Skandale um finanzielle Misswirtschaft ihrer früheren Kirche bleibt White in der evangelikalen Szene präsent und engagiert.