Hana Fink berichtet, dass der Kanton Luzern ein innovatives Modell mit sogenannten Advanced Practice Nurses (APN) testet. Diese Pflegeexperten arbeiten seit Herbst 2024 in vier Hausarztpraxen und sollen die Ärzte entlasten. Das Projekt zielt darauf ab, den Druck auf die Praxen zu mindern und eine bessere Versorgung für die alternde Bevölkerung zu gewährleisten.
APN übernehmen selbstständig Aufgaben, die sonst bei Hausärzten anfallen würden. Sie führen Sprechstunden durch, besuchen Patienten zu Hause oder sind in Pflegeheimen tätig. Dort befragen sie Bewohner, führen Untersuchungen durch und klären medizinische Fragen zusammen mit dem Personal.
Das Modell wird von der Staatskanzlei positiv bewertet und findet breite Akzeptanz bei Hausarztpraxen und Pflegeheimen. Regierungsrätin Michaela Tschuor hebt hervor, dass APN grosses Potenzial besitzen und einen spürbaren Mehrwert bieten.
Patienten reagieren ebenfalls positiv auf das neue Modell. Ein Arzt aus Zell bemerkt, dass nun klar definiert sei, welche Patientengruppen die APNs betreuen können.
Es gibt jedoch Herausforderungen, insbesondere bei der Abrechnung dieser Leistungen. Das Projekt läuft daher weiter und soll bis Dezember 2026 mehr Erkenntnisse über Kosten und Nutzen liefern.