Autofahrer auf der A3 zwischen Zürich und Sargans passieren die heruntergekommene Raststätte in Mühlehorn. Laut «Südostschweiz» beginnen nun Aufräumarbeiten am Lost Place. Die Struktur, ein ehemaliges Restaurant, hat unter Wind und Wetter gelitten, wobei Trümmer der Betonruine wiederholt auf die Autobahn fielen. Im Dezember verlangte das Bundesamt für Strassen (Astra) von der Gemeinde Glarus Nord eine Überprüfung des Zustands. Der Eigentümer wurde über die Gefahrenlage und die nächsten Schritte informiert, um Stellung zu nehmen. Gleichzeitig wurden Angebote für eine statische Prüfung eingeholt. Sollte keine Rückmeldung erfolgen, wird der Gemeinde Glarus Nord laut «Südostschweiz» ein Auftrag an ein Ingenieurbüro erteilt. Der Eigentümer ist Heinz Peter Moravcik, ein schwer kranker 85-jähriger Unternehmer aus dem Toggenburg. Er hatte die Raststätte für 1,5 Millionen Franken zum Verkauf angeboten und kürzlich den Preis auf 1,3 Millionen reduziert. Ein Vertreter bat Bundesrat Albert Rösti um Eingriff, wie «Blick» berichtet. Rösti äusserte sich demnach gegenüber «Blick» mit Bedauern über die Situation. Früher hatte das Astra ein Angebot von 800’000 Franken für das Grundstück gemacht, das Moravcik ablehnte. Das Astra betont auf Anfrage, dass der Bund steuerfinanzierte Mittel verantwortungsvoll verwenden muss – eine Haltung, die Rösti im Schreiben ebenfalls betonte. Der geforderte Verkaufspreis liegt weit über dem tatsächlichen Wert des stark sanierungsbedürftigen Objekts. «Die Preisforderung stützt sich auf ein hypothetisches Potenzial ohne rechtliche Grundlage», erklärte das Astra. Deshalb sei ein Kauf zu diesem Preis ausgeschlossen. Das Astra schlug zwei Möglichkeiten vor: eine neuerliche Prüfung des früheren Angebots von 800’000 Franken oder eine externe, unabhängige Bewertung, deren Marktwert dann als Verkaufspreis gilt – wobei das Astra die Kosten übernimmt. Die Entscheidung liegt nun bei der Eigentümerschaft, die jedoch laut «Blick» weiterhin an ihrem Preis von 1,3 Millionen Franken festhält.