Für viele beginnt der Arbeitstag nicht mehr am Wohnort. Laut neuesten Statistiken zieht es immer mehr Luzernerinnen und Luzerner zu Arbeitsplätzen in anderen Gemeinden oder sogar Kantonen, wie die Medienmitteilung von Statistik Luzern (Lustat) veröffentlichte. 2024 pendelten vier von fünf Einwohnern des Kantons Luzern zur Arbeit. Etwa die Hälfte davon arbeitet in einer anderen Gemeinde innerhalb Luzerns, während fast gleich viele, etwa 38’000 Personen, aus dem Kanton herauspendeln und Ausserkantonale insgesamt ebenfalls 38’300 nach Luzern ziehen.
Insgesamt arbeiten 188‘700 Einwohner des Kantons Luzern an einem anderen Ort. Das ist ein Anstieg um 3’800 Personen im Vergleich zu 2023. Etwa 26 Prozent arbeiten in ihrer eigenen Gemeinde, während 53 Prozent in einer anderen Gemeinde im Kanton tätig sind. Die verbleibenden 21 Prozent pendeln für die Arbeit nach ausserhalb des Kantons.
Für viele Luzernerinnen und Luzerner ist der Kanton Zug das Hauptziel: Dort arbeiten rund 11’700 Personen, etwa 30 Prozent aller Pendlernach dem Kanton Aargau (7’000) und Zürich (5’600).
Gleichzeitig wird der Kanton Luzern für Arbeitnehmer aus anderen Regionen immer attraktiver. Insgesamt pendelten 38’300 Personen aus anderen Kantonen nach Luzern – ein Rekordwert, mit einem Anstieg von 3’500 seit dem Vorjahr.
Der überwiegende Teil der Zupendler kommt aus dem Aargau (11’400 oder rund 30 Prozent), gefolgt von Nidwalden, Schwyz und Zug (je etwa 5’000 Personen).
Die Zahl der Pendlenden nach außerhalb des Kantons Luzern entspricht heute fast der Anzahl der Zupendler. Im Jahr 2015 pendelten noch 6’200 mehr Menschen weg als zugezogen sind; mittlerweile hat sich diese Differenz auf lediglich 600 Personen verringert.
Quellen: Medienmitteilung, Statistik Luzern (Lustat), Webartikel Lustat.