Crans-Montana, 19.04.2026 – 12:36
Neue Fragen zur Aufklärung der Brandkatastrophe in Crans-Montana tauchen auf, nachdem die Walliser Staatsanwaltschaft geschwärzte Dokumente erhalten hat.
Die Gemeinde übergab Teile der Fallunterlagen mit unleserlichen Passagen an die Staatsanwaltschaft. Dies wurde am Sonntag von der “Sonntagzeitung” berichtet und von Keystone-SDA bestätigt. Die Namen in den Dokumenten wurden dabei geschwärzt.
Die Staatsanwaltschaft muss nun ermitteln, ob diese Manipulationen für die Untersuchung des Brandes vom 1. Januar relevant sind. Diese Schwärzungen kamen während der Einvernahme von Nicolas Féraud, dem Gemeindepräsidenten, am Montag ans Licht.
Eine mit dem Fall vertraute Quelle bestätigte, dass die Schwärzungen nicht von Féraud selbst vorgenommen wurden. Die Zahl der Beschuldigten hat sich seit Donnerstag von neun auf dreizehn erhöht und sie müssen sich wegen fahrlässiger Tötung, Körperverletzung und Brandstiftung verantworten.
Die Einvernahmen werden am 11. Mai mit jener des für Sicherheit zuständigen Gemeinderats Patrick Clivaz fortgesetzt. Der Brand in der Bar “Le Constellation” führte zu 41 Todesopfern und 115 Verletzten, von denen sich noch 38 im Spital befinden.