Der anhaltende Iran-Krieg beeinflusste auch am Freitag die Börse, wobei sich Investoren zurückhielten. Trotzdem erreichte der SMI in dieser Woche erstmals seit Kriegsbeginn ein leichtes Plus.
Am Ende der Handelswoche notierte der Schweizer Leitindex 0,57 Prozent niedriger bei 12.570 Punkten. Auf Wochensicht stieg der SMI jedoch um 2,0 Prozent an. Seit dem Konfliktbeginn im späten Februar war der Index kontinuierlich gefallen.
Besonders bis zur Mitte der Woche zeigte er eine Erholung aufgrund von Verhandlungserwartungen. Trotzdem verzeichnete er seit Kriegsbeginn ein Minus von über 10 Prozent.
Am Freitag gab es keine Anzeichen für eine Entspannung des Konflikts, obwohl US-Präsident Donald Trump die Frist für mögliche Attacken auf iranische Energieinfrastrukturen um zehn Tage verlängert hatte. Der Waffengang setzte sich unvermindert fort.
Marktteilnehmer sprachen von einer zunehmenden Zurückhaltung vor dem Wochenende, insbesondere da Trump häufig an handelsfreien Tagen Entscheidungen trifft, die den Markt am Montag stark beeinflussen können.
Die Ölpreise stiegen weiterhin an und lösten Besorgnis aus. Am Freitagmorgen überstieg der Preis für ein Fass Brent-Marke wieder 110 US-Dollar und kletterte bis zum Handelsschluss auf knapp 112 Dollar.
Die wichtige Erdöltransportroute durch die Straße von Hormus bleibt weiterhin blockiert, während aus Russland schlechte Nachrichten kommen. So haben ukrainische Drohnenangriffe russische Exportterminals an der Ostsee und im Schwarzen Meer schwer getroffen, was Befürchtungen vor einer zusätzlichen Versorgungsengpässe schürt.