Elon Musk, der reichste Mensch der Welt, hat Berichten zufolge einen Antrag auf einen US-Börsengang gestellt. Laut Bloomberg und dem “Wall Street Journal” könnte SpaceX mit einer Bewertung von bis zu 1,75 Billionen US-Dollar zum größten Börsengang aller Zeiten avancieren.
Der Hintergrund dieser Maßnahme ist laut SRF-Börsenkorrespondent Jens Korte die Geldbeschaffung. Musk plant den Ausbau seines Satellitennetzwerks Starlink, Intensivierung der Raumfahrtprogramme sowie den Bau von Rechenzentren im Weltraum und träumt davon, den Mars zu besiedeln. Es wird erwartet, dass SpaceX durch den Börsengang 40 bis 80 Milliarden US-Dollar einnehmen könnte, wobei eine Durchführung noch im Juni geplant ist.
Das Unternehmen SpaceX wurde 2002 gegründet und beschäftigt heute rund 13.000 Mitarbeiter (Stand: 2024). Es hat seinen Sitz in Texas und seit Mai 2025 in der eigenen Stadt “Starbase”. Simon Stähler von der ETH Zürich betont, dass die Abhängigkeit der Nasa und internationaler Regierungen von SpaceX kaum zu überschätzen sei.
Musk ist Eigentümer mehrerer Schlüsseltechnologieunternehmen wie Tesla und xAI. Im Februar wurde bekannt, dass er SpaceX mit seinem KI-Unternehmen xAI fusioniert hat, um letzteres mit den Mitteln von SpaceX zu finanzieren.
Raumfahrtexperte Simon Stähler merkt an, dass Musks öffentliche Wahrnehmung in der Raumfahrtbranche anders sei: Er wird als herausragender Ingenieur und Führungskraft angesehen, die es versteht, Talente zu fördern. Viele seiner Ideen schienen zunächst ungewöhnlich, erwiesen sich jedoch letztendlich als erfolgreich.
Während SpaceX für das Artemis 2-Mondprogramm keine Rolle spielt, könnte das Unternehmen in zukünftige Mondmissionen involviert werden. SpaceX plant den Bau einer Landefähre für 2028 auf dem Mond, wobei Blue Origin von Jeff Bezos ein Konkurrent ist.