Christian Bucher berichtet: Die Situation rund um den Hangrutsch an der Tannenbergstrasse in Weggis bleibt unverändert stabil. Dennoch behält die Gemeinde die Überwachungsmaßnahmen und Sperrungen bei.
In Weggis haben sich in jüngster Vergangenheit Hänge bewegt (zentralplus berichtete). Obwohl aktuelle Bewertungen im Bereich der Tannenbergstrasse keine weiteren Rutschungen oder entsprechende Anzeichen aufweisen, bleibt die Gemeinde vorsichtig. Laut einer Mitteilung sind die Gefahrenzonen noch immer aktiv, was bei den betroffenen Einwohnern für anhaltende Nervosität sorgt. Der Gemeinderat betont, dass die getroffenen Maßnahmen erhebliche Einschränkungen für Anwohner und Betroffene mit sich bringen.
Um zu beobachten, ob das Rutschgebiet seitwärts oder bergauf wächst, setzen die Verantwortlichen verschiedene Instrumente ein. Geplant sind die Auswertung von LiDAR-Bildserien, einige Drohnenflüge, zusätzliche Erkundungen sowie stetige Aktualisierungen der GPS-Daten. Ziel ist es, frühzeitig auf Veränderungen reagieren zu können. Gleichzeitig bereiten sich Fachleute und Führungsstab auf verschiedene Szenarien vor.
Zu weiteren Maßnahmen gibt es aktuell keinen Bedarf. Dies liegt an der erwarteten Wetterberuhigung über die Ostertage. Dennoch bleibt dieser Entscheid von den aktuellen Entwicklungen abhängig und kann sich schnell ändern. Fachleute und ein Ausschuss des Führungsstabs bleiben auch während der Feiertage in engem Austausch.
Die Überwachung vor Ort wird bis zum 8. April durch die Zivilschutzorganisation Emme fortgesetzt, bevor eine andere Organisation die Aufgaben übernimmt. Die Bevölkerung wird weiterhin gebeten, das betroffene Gebiet zu meiden und bestehende Wegsperren einzuhalten.
Im Kanton Luzern kam es in den letzten Jahren an verschiedenen Orten zu Hangrutschen. So etwa im Dezember 2023 auf Bramboden (zentralplus berichtete) oder beim Felssturz am Gütsch in Luzern. Auch Weggis war bereits 2024 von einem Hangrutsch betroffen, der zu Sperrungen führte (zentralplus berichtete).