In der Kleinstadt Watseka im Süden von Illinois, wo fast 80 Prozent für Donald Trump stimmten, zeigt sich eine andere politische Realität als in Chicago. Hier sind die Preise gestiegen und Versprechen wurden nicht gehalten.
Auf einer rutschigen Landstraße bei Watseka liegen nach einem Wintereinbruch mehrere Autos im Dreck und eines auf dem Dach. Die flache, von Winterstürmen betroffene Landschaft umfasst auch das Iroquois County, wo seit über sechzig Jahren kein Demokrat die Mehrheit gewinnt.
Bei den jüngsten Wahlen wurde deutlich, dass die Anwohner mit den wirtschaftlichen Versprechen des Präsidenten nicht zufrieden sind. Trotz strikter Regeln für Journalisten im Wahllokal war es schwierig, direkte Aussagen einzuholen.
Jennifer Ingram, Leiterin des örtlichen Veteranenbüros, kritisiert die steigenden Lebenshaltungskosten und die Benzinpreise. Sie erinnert daran, dass Trump niedrigere Preise für Lebensmittel und Benzin versprochen hatte, was nicht eingehalten wurde.
Julie Feller vom Landnutzungsamt zeigt ebenfalls eine differenzierte Sicht auf politische Themen. Während sie Präsident Trumps Arbeit insgesamt positiv sieht, kritisiert sie seine Nutzung sozialer Medien und die Auswirkungen der hohen Benzinpreise auf die lokale Bevölkerung.
Die Einwohner von Watseka sind gut informiert und leiden unter den wirtschaftlichen Herausforderungen. Sie sind nicht einfach nur Anhänger der rechten Politik, sondern haben eine eigene Sichtweise auf ihre Lebensrealität.
Auf dem Weg zurück in die Stadt ist das Eis geschmolzen, während die Spuren des Winters im Feld verbleiben und die Probleme der Menschen im Hinterkopf bleiben.