Die Flugbegleiter der Kerngesellschaft Lufthansa sowie der Regionaltochter Cityline haben sich Ende März überwiegend für einen Streik ausgesprochen. Joachim Vázquez Bürger, Ufo-Vorsitzender, betonte: «Wir haben bewusst die Osterfeiertage von Arbeitskampfmaßnahmen ausgenommen, um Reisenden so geringe Beeinträchtigungen wie möglich zu verursachen.» Er räumte jedoch ein, dass es bei der Rückkehr aus den Ferien dennoch zu Einschränkungen kommen könnte und äußerte sein Bedauern darüber. Vázquez Bürger führte weiter aus: «Der Streik wäre unserer Ansicht nach vermeidbar gewesen – die Verantwortung liegt jedoch bei Lufthansa, da das Unternehmen bislang kein verhandlungsfähiges Angebot unterbreitet hat.» Die Lufthansa reagierte am Abend mit der Aufforderung an die Gewerkschaft, Gespräche wieder aufzunehmen, und betonte, dass sie jederzeit dazu bereit sei. «Der erneute Streikaufruf trifft unsere Fluggäste während des Rückreiseverkehrs nach den Osterferien besonders hart», so ein Unternehmenssprecher. Die Lufthansa versprach zudem, betroffene Kunden automatisch zu benachrichtigen. Im Mittelpunkt des Konflikts stehen die Tarifverhandlungen zum Manteltarif bei Lufthansa und Ufo berichtet von einer fehlenden Bereitschaft des Unternehmens, über einen Sozialtarifvertrag für Cityline zu verhandeln – eine Situation, die rund 800 Arbeitsplätze gefährdet. Das Management gab bekannt, dass der Flugbetrieb der Regionaltochter im kommenden Jahr eingestellt werden soll und durch eine neue Gesellschaft mit dem Namen Lufthansa City Airlines ersetzt wird. SRF 4 News, 8.4.2026, 20 Uhr; dpa/awp/sche;kors