Die Bewahrung der idyllischen Landschaften in der Schweiz stand im Mittelpunkt der SVP-Delegiertenversammlung. Marcel Dettling, Präsident der Partei, warnte: «Wir wollen kein zweites Singapur werden und keine Bevölkerung von 13 oder 15 Millionen erreichen.» Er kritisierte die zunehmende Veränderung des Stadt- und Landbildes zum Negativen hin. Die Lösung sieht die SVP in ihrer Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz», der Nachhaltigkeitsinitiative. In seiner Rede hob der Schwyzer Nationalrat neben dem Kulturlandverlust auch Probleme wie Wohnungsnot, überfüllte Züge, verstopfte Straßen und überforderte Schulen als Folgen der Zuwanderung hervor. Er führte aus, dass sich die Zahl schwerer Straftaten ebenfalls erhöht habe. Dettling erklärte weiter, dass das Bevölkerungswachstum den Bedarf an Arbeitskräften steigere und nicht als Lösung für den Fachkräftemangel diene: «Die überbordende Zuwanderung hat dazu geführt, dass wir noch mehr offene Stellen im Land haben. Jeder braucht eine Wohnung, jede zusätzliche Person Infrastruktur. Deshalb holen wir wieder Zuwanderer.» Die SVP-Delegierten stimmten einstimmig und ohne Enthaltungen für die Unterstützung der Volksinitiative. Peter Keller, stellvertretender Generalsekretär der Partei, betonte gegenüber Keystone-SDA: Der Entscheid hätte nicht klarer ausfallen können. Die SVP ist überzeugt, dass eine Mehrheit der Stimmbevölkerung am Ende für eine Einschränkung der Zuwanderung stimmen könnte. Am 14. Juni entscheiden Volk und Kantone über die Initiative. Die Delegiertenversammlung widmete sich vollständig dem bevorstehenden Abstimmungskampf, während alle anderen großen Parteien die Initiative ablehnen. Zudem empfiehlt die SVP die Annahme der Revision des Zivildienstgesetzes. Diese Vorlage steht ebenfalls am nächsten Abstimmungswochenende zur Entscheidung an. Der Parteivorstand hatte bereits zuvor diese Ja-Parole verabschiedet. Quelle: SRF 4 News, 28.03.2026, 13:30 Uhr; srf/sda/horm