Bruno Weishaupt aus Oberriet SG erlebt einen Schockmoment, als er feststellt, dass Diebe in seine Autogarage eingebrochen sind. Fenster eingeschlagen und Schlüssel gestohlen – vier hochwertige Fahrzeuge wurden entwendet, deren Gesamtwert sich auf 122’000 Franken beläuft, so der Garagist Weishaupt.
In mehreren Schweizer Kantonen häufen sich Autodiebstähle. Die Kantonspolizei St. Gallen berichtet über einen Anstieg: Mehr als acht Fälle wurden bereits im laufenden Jahr verzeichnet, was die Hälfte der Vorjahreszahlen entspricht, wie Martina Brassel von der Polizeikommunikation bestätigt.
Die Täter sind oft junge Menschen aus Frankreich, die über soziale Medien rekrutiert werden. Ihr Auftrag: Schweizer Autos zu stehlen und nach Frankreich zu bringen. Die Beute sind meistens Luxusfahrzeuge. Im Kanton Thurgau gelang es den Tätern nicht immer erfolgreich. So blieben sie im Autocenter Steinebrunn in Egnach erfolglos, obwohl sie die Garage aufgebrochen hatten. Überwachungskameras zeichneten die Szene auf, wie der Geschäftsführer Hüseyin Ocak bestätigt.
Auch SVP-Nationalrat Roland Rino Büchel berichtet von solchen Fällen aus dem St. Galler Rheintal. Die französischen Bandenchefs suchen nach neu eingetragenen Autos auf Internetplattformen, um junge und oft unerfahrene Täter einzusetzen. Oftmals hinterlassen die Einbrecher Chaos in den Garagen.
Neben St. Gallen und Thurgau meldet auch Graubünden solche Diebstähle. Büchel fordert strengere Grenzsicherungen, einschließlich mobiler Kontrollen für Gruppen junger Nicht-Fahrer. Einige mutmaßliche Täter wurden in verschiedenen Kantonen festgenommen; der jüngste war 15 Jahre alt.
Regionaljournal Ostschweiz, 23.3.2026, 6:31 Uhr