Der slowenische Radstar Tadej Pogacar hat seine beeindruckende Siegesserie fortgesetzt, indem er bei der jüngsten Ausgabe der Flandern-Rundfahrt triumphierte. Dies markiert seinen zwölften Monument-Sieg und bringt ihn dem Rekord von Eddy Merckx mit 19 Erfolgen näher.
Im Vorfeld der Rennen spekulieren die Experten intensiv über Pogacars Kontrahenten, in der Hoffnung auf einen möglichen Sieger außerhalb des Slowenen. Doch die Ergebnisse bleiben meist dieselben: Pogacar siegt erneut und zeigt eine Beständigkeit, die seine Rivalen zuweilen als Monotonie empfinden.
In diesem Jahr war das Teilnehmerfeld besonders stark besetzt, darunter der belgische Olympiasieger Remco Evenepoel, der sein Debüt an diesem prestigeträchtigen Radrennen gab und den dritten Platz belegte. Auch Mathieu van der Poel, der dreifache Champion von Flandern, strebte nach einem vierten Sieg, um einen neuen Rekord aufzustellen, erreichte jedoch nur den zweiten Platz.
Pogacar hat bereits vier Monumente in Folge gewonnen und verteidigte zuletzt seinen WM-Titel sowie seine Tour-de-France-Siege. Seine Kontrahenten, darunter der Däne Jonas Vingegaard, scheinen Pogacars Dominanz nur schwer entgegenwirken zu können.
Kritiker zweifeln an seiner Leistungsfähigkeit und werfen ihm Betrug vor, doch einen Beweis haben sie nicht. Die Radsportgemeinschaft beschreibt Pogacar als ein biologisches Wunder und lässt ihn gewähren in seinem Lausbuben-Image, das auch seine Gegner dazu bringt, ihn zu akzeptieren.
Nächste große Herausforderungen für Pogacar sind die Tour de Romandie, die Tour de Suisse und möglicherweise die Vuelta. Sein Ziel ist es, alle Rennen der World Tour zu gewinnen – ein Traum, den er in greifbare Nähe rückt.
Als nächstes steht Paris–Roubaix an, eine Herausforderung mit einem flachen Profil, das nicht Pogacars Stärke ist. Trotzdem gilt er als Favorit, da noch kein Fahrer zuvor alle ersten drei Monumente eines Jahres in Folge gewonnen hat.