Die Entlassung des Schweizer Eishockey-Nati-Coachs Patrick Fischer stößt auf erheblichen Widerstand. Tausende Anhänger machen sich in verschiedenen Petitionen stark für seine Wiedereinstellung.
Besonders im Fokus steht eine Petition mit dem Titel «Lasst Patrick Fischer die WM coachen», welche am Freitagmorgen rund 200’000 Unterschriften sammeln konnte. Das bedeutet, dass auf den ersten Blick jeder 45. Schweizer seine Unterstützung bekundet hat.
Die Zuverlässigkeit dieser Zahl ist allerdings fraglich, da für die Unterzeichnung lediglich ein Name erforderlich war und keine Verifizierung notwendig ist. Die Zahl der Unterschriften schwankte zudem erheblich: von 205’000 auf 195’000 innerhalb kurzer Zeit.
Ebenfalls eine Rückkehr Fischers fordern rund 5750 Personen in einer Petition bei der Plattform Campax, die hierfür eine Verifizierung mit Kontaktdaten und E-Mail-Adresse erfordert. Diese Unterschriften gelten als verlässlicher Indikator.
Die Affäre um Fischer wurde durch «SRF» bekannt: Ursprünglich sollte ein Porträt über den renommierten Trainer entstehen, doch während einer Mittagspause gestand dieser ungefragt den Erwerb eines gefälschten Covid-Zertifikats. Dies berichtete der betreffende Journalist später in «10vor10», an dem Gespräch waren zudem ein Kameramann und ein Verbandsmediensprecher beteiligt.
«SRF» rechtfertigte die Veröffentlichung mit der Begründung, es handle sich um eine strafrechtlich relevante Handlung einer Person in öffentlicher Funktion. Der Zuger wurde daraufhin von «SRF» und dem Eishockeyverband konfrontiert und trat später selbst mit den Vorwürfen an die Öffentlichkeit. Später kam heraus, dass Fischer bereits 2023 wegen des gefälschten Zertifikats verurteilt worden war.
Der Verbandspräsident kündigte im Rahmen einer Pressekonferenz eine weitere Untersuchung durch eine externe Anwaltskanzlei an.