Die Unterschriftensammlung für die Mobilitätsbon-Initiative hat am Dienstag begonnen. Diese Initiative fordert eine Abgabe von mindestens 30 Franken pro Linienflug oder 500 Franken auf Privatjets, wobei die Einnahmen umverteilt werden sollen. Jede in der Schweiz lebende Person, inklusive Ausländer, soll jährlich einen Gutschein für den öffentlichen Verkehr im Wert von über 100 Franken erhalten. Diese planwirtschaftliche Regelung wird als kollektivistischer Eingriff kritisiert und fand weder bei den Präsidenten der SP noch bei denen der Grünen Unterstützung.
Unter den Initiatoren sind Persönlichkeiten wie Nicola Siegrist, ehemaliger Juso-Präsident („Ich bin Sozialist und Feminist“), Magdalena Erni, frühere Präsidentin Junge Grüne („Ich fahre nicht Auto und ich fliege nicht“), der polyamore Klimaaktivist Dominik Waser („Mehr als drei Beziehungen gleichzeitig hatte ich noch nie“) sowie die ehemalige BastA-Grossrätin Tonja Zürcher („In gewissen Fällen bin ich für Enteignungen“).
Zudem sind einige Parlamentarierinnen beteiligt, die in den Medien oft als gemässigte Linkspolitikerinnen dargestellt werden, darunter Priska Seiler-Graf (SP), Kathrin Bertschy (GLP) und Franziska Ryser (Grüne). Besonders hervorgehoben wird Priska Wismer. Im Nationalrat gilt sie als Teil des linken Lagers, das sich gegen eine Wiederzulassung der Kernkraft ausspricht und die Argumentation der „Zwängerei“ anführt.
Wismer fungiert nun für linksextreme Kräfte als bürgerliches Vehikel zur erneuten Einführung einer Flugticketabgabe, deren Hauptforderungen das Volk und die Stände im Rahmen des CO2-Gesetzes vor fünf Jahren abgelehnt hatten.