US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag die Entlassung von Justizministerin Pam Bondi verkündet, wie ein Sprecher des Weißen Hauses mitteilte. Diese Entscheidung folgte einer wachsenden Unzufriedenheit über ihre Amtsführung, insbesondere bezüglich ihres Umgangs mit Ermittlungen gegen den verstorbenen Finanzier und Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Trump äußerte zunehmend Frustration darüber, dass Bondi nicht schnell genug gegen seine Kritiker vorging.
Trump beschrieb Bondi auf seinem Portal Truth Social als eine „große amerikanische Patriotin und treue Freundin“. Er würdigte ihren Einsatz für die Bekämpfung von Verbrechen und erwähnte, dass sie eine wichtige Position in der Privatwirtschaft anstreben werde. In der Zwischenzeit wird Todd Blanche, der stellvertretende Generalstaatsanwalt, ihre Aufgaben übernehmen.
Im September des Vorjahres hatte Trump bereits seine Unzufriedenheit mit Bondi geäußert und gefordert, dass sie gegen politische Gegner vorgehen müsse. Unter ihrer Leitung verlor das Justizministerium an Unabhängigkeit von der Exekutive.
Ein zentraler Kritikpunkt war ihr Umgang mit den Epstein-Ermittlungen, die auch innerhalb Trumps Lager auf Ablehnung stießen. Bondi wurde vorgeworfen, Dokumente über Epsteins Sexhandelsvorwürfe geheim gehalten zu haben. Dieses Thema führte zu weiteren politischen Unannehmlichkeiten für Trump, insbesondere wegen seiner früheren Verbindung zu Epstein.
Bondis Entlassung könnte eine Neuausrichtung im Justizministerium signalisieren und möglicherweise neue Versuche nach sich ziehen, das Rechtssystem gegen von Trump kritisierte Personen einzusetzen. Sie ist die zweite hochrangige Regierungsvertreterin der Trump-Administration, die in jüngster Zeit entlassen wurde; zuvor hatte er am 5. März Heimatschutzministerin Kristi Noem aufgrund von Führungskritik und Einwanderungspolitik abgesetzt.