Ein US-Waffenoffizier, dessen Kampfjet über dem Iran abgeschossen wurde, ist von US-Spezialkommandos bei einem gefährlichen Einsatz gerettet worden. Präsident Donald Trump verkündete auf Truth Social in Großbuchstaben: «Wir haben ihn». Der verletzte Soldat sei nun sicher und werde medizinisch betreut. Die Rettung des zweiten Besatzungsmitglieds wurde bestätigt, nachdem der Pilot zuvor bereits geborgen worden war.
US-Beamte berichteten laut “New York Times” über einen intensiven Wettlauf zwischen amerikanischen und iranischen Streitkräften. Trump beschrieb die Lage als dramatisch: Der Soldat sei ständig von Gegnern verfolgt worden, bis US-Spezialkräfte in feindliches Gebiet vorrückten. Bei der Aktion seien Dutzende Kampfjets eingesetzt worden, was zu einem heftigen Feuergefecht führte, so Al Jazeera.
Die Rettungsaktion wurde von zahlreichen Kräften unterstützt und überwacht, wie die “New York Times” berichtete. Laut Trump war der Offizier «nie wirklich allein», da sein Aufenthaltsort in den Bergen rund um die Uhr überwacht wurde. Er beschrieb das Vorgehen als eine der gewagtesten Militäroperationen der US-Geschichte.
Der Transport des verletzten Waffenoffiziers gestaltete sich schwierig, da zwei Flugzeuge im Iran feststeckten. Drei Ersatzmaschinen wurden eingesetzt, um die Soldaten zu retten und die zurückgelassenen Maschinen zu zerstören, damit sie nicht in iranischen Händen landeten.
Die iranischen Revolutionsgarden meldeten den Verlust mehrerer US-Fluggeräte. Ein C-130-Militärtransportflugzeug und zwei Black-Hawk-Helikopter seien abgeschossen worden, wie iranische Medien berichteten. Das US-Verteidigungsministerium reagierte nicht auf Nachfragen.
Iranische Berichte sprachen von hohen Belohnungen für die Gefangennahme des US-Soldaten. Videos zeigten Iraner bei Rettungsversuchen, indem sie gegen ähnlich aussehende Helikopter feuerten.
Trump betonte zuvor, dass US-Flugzeuge im iranischen Luftraum keine Angriffe mehr fürchten müssten und behauptete die Lufthoheit der USA. Die Abschuss eines F-15E am selben Tag stellte diese Behauptung jedoch in Frage.
Nach der erfolgreichen Rettung lobte Trump das US-Militär und betonte, dass die Aktion ohne Verluste von Amerikanern durchgeführt wurde, was seine Ansichten über die Luftherrschaft bestätige. Hätten Iraner den Soldaten zuerst gefunden, hätte dies als Druckmittel gegen die USA eingesetzt werden können, was innenpolitisch für Trump gefährlich geworden wäre, so Stefan Reinhart von SRF.
SRF 4 News, 05.04.2026, 7 Uhr