Beim Bezirksgericht in Dietikon ZH steht heute ein 32-jähriger Norweger vor Gericht, der beschuldigt wird, Bolonkas gestohlen zu haben. Gemeinsam mit einem Komplizen soll er die Hunde eines ehemaligen Lokalpolitikers entführt haben. Der Angeklagte fehlt aufgrund von Krankheit, doch das Verfahren findet ohne ihn statt.
Der Schlieremer Ex-Gemeinderatspräsident erlebte einen Schockmoment, als er am 24. Februar 2025 einen Erpresserbrief in seiner Wohnung fand: Seine Hunde Quentin und Qamar waren entführt worden. Im Brief stand die Forderung nach einer Million Franken für die Rückgabe der Bolonka Zwetnas unter Androhung des Verlusts der Tiere.
Der mutmaßliche Entführer transportierte die beiden Rüden Richtung Osten, wobei er im Namen der Hunde schrieb: «Wir sind schon in Polen, Papa». Der Hundebesitzer alarmierte trotzdem die Polizei, was zu einer raschen Festnahme des Norwegers am Flughafen Zürich führte.
Insgesamt steht der Beschuldigte wegen mehrfacher versuchter Erpressung vor Gericht. Fünf Wochen verbrachte er in Untersuchungshaft. Die genaue Strafantragstellung der Staatsanwaltschaft wird im Laufe des Prozesses bekannt gegeben.
Besonders tragisch für den Hundebesitzer: Der 32-Jährige war einst mit ihm liiert, und die Entführung soll zusammen mit einem 39-jährigen Polen, einem früheren Liebhaber, geplant worden sein. Auch dieser mutmaßliche Komplize wurde dank internationaler Ermittlungen festgenommen.
Glücklicherweise gab es für die Bolonkas und ihren Besitzer ein glückliches Ende: Anfang März 2025 konnte der Halter nach Polen reisen, um Quentin und Qamar wieder in Empfang zu nehmen. Beide Hunde hatten die Entführung unbeschadet überstanden. Das Urteil wird noch erwartet.