Der Ausgang des Showdowns zwischen Trump und den Revolutionswächtern hängt von der Stimmung in den USA ab, wo die Wähler bereits unter steigenden Benzinpreisen leiden. In New York herrscht trotz hoher Temperaturen an einer Tankstelle eine ruhige Atmosphäre. Die Preise liegen bei 3,999 Dollar pro Gallone, was viele Autofahrer unzufrieden zurücklässt. Ein älterer Mann bemerkt resigniert: «16 Dollar für vier Gallonen! Natürlich versuche ich, weniger zu fahren.» Doch das ist für Arbeiter im Viertel oft nicht möglich.
Godwin, der seinen Toyota-Minibus tankt, beobachtet die Preisentwicklung mit gemischten Gefühlen und erinnert sich an ähnliche Entwicklungen aus 2022. Obwohl viele Autofahrer die hohen Preise als politisches Versagen sehen, wollen sie nicht über Trump sprechen, der in Brooklyn wenig Unterstützung findet. Militärisch sind die USA Iran deutlich überlegen, doch das Regime kann den Ölpreis durch Blockaden beeinflussen. Die iranische Strategie zielt darauf ab, Trumps Republikaner bei den anstehenden Wahlen zu schwächen.
Zwischenerfolge der Iraner zeigen sich in höheren Lebenshaltungskosten und gestiegenen Hypothekenzinsen. Dies hat negative Auswirkungen auf den Immobilienmarkt, da die Verkaufszahlen gesunken sind. Die steigenden Kosten für Dünger und Diesel drohen zudem die Lebensmittelpreise in die Höhe zu treiben. Trotzdem zeigt der Aktienmarkt eine Erholung, was Trump hilft.
Die Amerikaner sehen sich mit bestehenden Wirtschaftsproblemen konfrontiert: hoher Schuldenstand und geringe Sparquote erfordern Anpassungen im Lebensstandard. Die aktuelle Stimmung ist jedoch gedrückt; der Konsumentenstimmungsindex hat den schlechtesten Wert seit 74 Jahren erreicht. Die Inflationssorgen führen zu Diskussionen über eine Leitzinserhöhung, die das Wachstum bremsen könnte.
Eine Mehrheit lehnt den Wirtschaftskrieg ab, und Trumps widersprüchliche Botschaften tun ihr Übriges. Die Zustimmungsraten für seine Politik sind gesunken. Noch ist es nicht Wahlkampfzeit; Trump hat also Zeit, die Situation zu verbessern. Wie die iranischen Revolutionswächter auf Proteste reagieren können, wird sie weniger beeindrucken als die Wähler in den USA.