Am diesjährigen Kinderumzug, der Teil des Zürcher Sechseläutens war, gab es überraschende Szenen. Der Böögg erschien unerwartet zweimal: Ein mannsgrosses Kostüm wurde von einem Mitglied der neuen Gruppe «Märlitram» getragen, die ihre Premiere feierte. Zugleich trug der Chauffeur des Märlitrams seit etwa einem Monat ein identisches Böögg-Kostüm. Das Märlitram bleibt noch bis zum 26. April in Zürich. Vor dem Auftritt des doppelten Böggs präsentierten sich die Kinder aus Graubünden als Heidi, Geissenpeter und Schellenursli. Sie unterhielten das Publikum mit Liedern und verteilten selbstgebackene Nussstängeli und Nusstörtli sowie «Pixi»-Bücher an Zuschauerkinder. Der Gastkanton hatte zu Ehren des Sechseläutens eine Kindergeschichte über das Mädchen Nesa veröffentlicht, die auf der Suche nach ihrem Geissli Fiorella ist. Insgesamt nahmen rund 3000 Kinder im Alter von 5 bis 15 Jahren aus der ganzen Schweiz am Umzug teil und zeigten historische Kostüme. Der zweite Böögg, der in einer Kutsche mitfuhr und dem Original zum Verwechseln ähnlich sah, war nur ein Double des echten Böggs. Das Original bleibt bis Montagmorgen an einem geheimen Ort versteckt und wird am Sechseläutenplatz ab 7 Uhr aufgebaut.