Gegen 11:40 Uhr löste sich eine Lawine in hochalpinem Gelände auf etwa 2450 Metern Höhe. Von den zwei Dutzend anwesenden Skifahrern wurden die meisten nur leicht erfasst, während etwa zehn mitgerissen wurden. Die Identität der beiden tödlich verunglückten Skifahrer wurde von den Behörden zunächst nicht bekannt gegeben. Viele Teilnehmer trugen Ortungsgeräte, die die Suche nach Verschütteten erleichtern.
In diesem Winter kam es in Italiens Alpen mehrfach zu tödlichen Lawinenunglücken. Über 60 Rettungskräfte und Helikopter waren im Einsatz, während umliegende Spitäler sowie die Klinik in Innsbruck auf einen möglichen Notfall vorbereitet wurden.
In Europas Gebirgen starben seit Anfang Oktober mindestens 127 Menschen durch Lawinen. Die höchste Zahl an Todesopfern wurde mit 34 in Italien registriert, gefolgt von Frankreich (31) und Österreich (29). Diese Zahlen stammen vom European Avalanche Warning Service (EAWS), der Lawinenwarnungen koordiniert.
Die Statistik umfasst Todesfälle seit dem 1. Oktober, hauptsächlich in den Alpen, aber auch in anderen Regionen wie den Karpaten. Trotzdem wird die Wintersaison noch nicht als beendet betrachtet. Die aktuelle Saison weist mit mindestens 127 Toten eine ungewöhnlich hohe Opferzahl auf, vergleichbar nur mit dem Winter 2017/18, der 147 Todesopfer verzeichnete.
Experten führen den Klimawandel als einen Grund für die gestiegenen Lawinenrisiken an. Höhere Temperaturen ändern die traditionellen saisonalen Rhythmen und machen Schnee weniger fest. Stärkere Winde sorgen zudem für das Anschichten von Treibschnee, was Gefahren erhöht. Italienische Alpenregionen sind besonders betroffen, da Skitouren und Abfahrten außerhalb präparierter Pisten zunehmend beliebter werden.
SRF 4 News, 21.03.2026, 17:00 Uhr; sda/dpa/schn;