Ein Jahr nach seiner letzten Teilnahme krönt sich Simon Ehammer erneut zum Indoor-Weltmeister. Der Appenzeller triumphierte in Torun, Polen, und setzte Sander Skotheim (NOR) als bisherigen Siebenkampf-Champion unter dem Hallendach ab. Im Vergleich zu seinem 2024er-Triumph in Glasgow legte Ehammer diesmal einen noch beeindruckenderen Auftritt hin: Mit insgesamt 6670 Punkten übertraf er den seit 2012 bestehenden Weltrekord von Ashton Eaton (USA) um 25 Zähler. Seine persönliche Bestmarke lag zuvor bei 6506 Punkten.
Am Samstagabend waren die letzten 1000 Meter, aufgeteilt in fünf Runden, der Schlüssel zum Erfolg. Ehammer absolvierte diese im Tempo von 2:41,02 Minuten und verbesserte seine persönliche Bestleistung dabei deutlich. Damit lag er weit über dem für den Weltrekord nötigen Zeitlimit von 2:43,26 Minuten.
Seinen Sieg krönte Ehammer mit einem fulminanten Start: Schon im 60-Meter-Sprint erreichte er eine neue persönliche Bestzeit von 6,69 Sekunden. Über die gesamte Distanz hielt er ein hohes Niveau und glänzte besonders früh am Samstagmorgen mit einer Weltklasse-Leistung über 60 Meter Hürden in 7,52 Sekunden.
Mit einem Vorsprung von 333 Punkten sicherte sich Ehammer den Sieg vor dem Amerikaner Heath Baldwin. Damit vollendete er kurz nach 19 Uhr eine weitere Schweizer Glanzleistung bei Hallen-Weltmeisterschaften und trug zum insgesamt sechsten Gold für Swiss-Athletics bei.
SRF info, sportlive, 21.03.2026, 18:30 Uhr