Daniel Rüttimann (Mitte) und 28 Mitunterzeichnerinnen sowie Barbara Lang (SVP) mit weiteren 23 Unterstützerinnen haben Vorstösse eingereicht, die sich um das geplante Sicherheitszentrum in Rothenburg drehen. Beide Vorstösse werfen Fragen auf, denen nun der Regierungsrat des Kantons Luzern nachgehen muss.
Mit einem Kredit von 276 Millionen Franken plant der Kanton Luzern den Bau eines multifunktionalen Gebäudes zwischen Bahnhof Rothenburg Station und der Autobahn A2. Geplante Nutzer sind die Luzerner Polizei, Staatsanwaltschaft Emmen, Lebensmittelkontrolle, Veterinärdienst sowie eine gemeinsame Einsatzleitzentrale für Luzern, Ob- und Nidwalden, mit insgesamt etwa 700 Arbeitsplätzen.
Daniel Rüttimann fragt in seinem Vorstoss nach dem Zusammenhang zwischen dem geplanten Abbau von Polizeiposten im Kanton und dem Bau des neuen Zentrums. Er will wissen, welche polizeilichen Grundversorgungsleistungen künftig in Rothenburg angeboten werden und wie sichergestellt wird, dass die Bedürfnisse anderer Regionen weiterhin berücksichtigt werden. Die Schliessung von etwa der Hälfte der 32 Polizeiposten im Kanton war zuvor öffentlich kritisiert worden.
Barbara Lang interessiert sich für die strategischen Reserveflächen des Projekts. Sie fragt, wie viel Reservefläche geplant ist, in welchem Ausbaugrad und welche zukünftigen Nutzungen denkbar sind. Weiter erkundigt sie sich nach alternativen Planungsmöglichkeiten, da die Baukosten bereits einmal gestiegen waren.
Beide Vorstösse bleiben aktuell unbeantwortet. Die Entscheidung über den Kredit wird im Juni vom Kantonsrat gefällt und der Bevölkerung im November 2026 vorgelegt. Geplant ist die Inbetriebnahme des Zentrums für 2032.
Im Gebäude sind neben Büros auch ein Festnahmezentrum, eine Schiessanlage, Werkstätten sowie Labors geplant, um die Zusammenarbeit zu verbessern und die Sicherheitsinfrastruktur moderner zu gestalten.