Aktuelle Entwicklungen aus der Wirtschaftswelt präsentieren sich vielfältig. Die Raiffeisen-Gruppe hat Basil Heeb als neuen Verwaltungsratspräsidenten vorgeschlagen. Er soll bei der anstehenden Generalversammlung (GV) Thomas A. Müller, der nicht mehr zur Wahl steht, ersetzen. Der 61-jährige ehemalige CEO der Basler Kantonalbank und frühere Finanzchef von Notenstein La Roche wird diese Rolle übernehmen. Zudem plant Raiffeisen Schweiz die Ernennung von Yves Gaillard, Simon Gfeller und Philipp Kronenberg in den Verwaltungsrat. Die GV findet am 19. Juni in Lugano statt. Ölpreise sind nach Berichten über Angriffe auf iranische Gasanlagen gestiegen. Am Nachmittag erreichte Rohöl der Sorte Brent 108,25 Dollar, was einem Anstieg von rund viereinhalb Prozent entspricht. Die Angriffe betreffen petrochemische Anlagen in Asalujeh, wie die Nachrichtenagenturen Tasnim und Mehr berichten, ohne Details zu nennen. Es bleibt unklar, ob Israel oder die USA verantwortlich sind. Trotz Bemühungen zur Umgehung der Straße von Hormuz durch Öltransporte aus dem Persischen Golf, belastet die reduzierte irakische Ölförderung den Markt. Die Produktion ist auf etwa 1,4 Millionen Barrel pro Tag gesunken – ein Drittel des vorherigen Niveaus. Mercedes-Benz plant die Schließung seines Logistikzentrums in Wetzikon per Ende Januar 2027 und passt sich so veränderten Marktbedingungen an. Etwa 60 Mitarbeiter sind betroffen, wobei einige Aufgaben nach Schlieren oder ins europäische Ausland verlagert werden könnten. Ursula von der Leyen, Präsidentin der EU-Kommission, kündigte eine neue Unternehmensform „EU Inc.“ an. Diese soll es ermöglichen, Unternehmen innerhalb von 48 Stunden vollständig online zu gründen und dabei auf nationale Regelungen zu Arbeits-, Sozial- und Steuerrecht zurückzugreifen. Stadler, ein Thurgauer Schienenfahrzeughersteller, verzeichnete im vergangenen Jahr einen Gewinn von 160,1 Millionen Franken. Trotz eines Umsatzanstiegs um 13 Prozent auf 3,7 Milliarden Franken kämpft das Unternehmen weiterhin mit den Folgen der Flutkatastrophe in Valencia. Unicredit-Chef Andrea Orcel hat ein Übernahmeangebot für die Commerzbank unterbreitet. Er sieht dies als Möglichkeit, eine stagnierende Verhandlungslage zu lösen und betont, dass das Angebot alle Anteile umfasst. In Deutschland ist die Zahl der Unternehmensinsolvenzen auf 24 064 im Jahr 2025 gestiegen – ein Anstieg von 10,3 Prozent. Die meisten Pleiten wurden in den Branchen Verkehr und Logistik sowie Gast- und Baugewerbe verzeichnet. Die Forderungen beliefen sich auf rund 47,9 Milliarden Euro. Während andere deutsche Autobauer Gewinneinbußen verzeichnen, ist BMWs Gewinnrückgang im vergangenen Jahr mit drei Prozent moderat. Dank eines eigenen Werks in den USA und flexibler Produktion konnte der Münchner Konzern die Krise ohne Sparprogramme bewältigen.