Nach gewalttätigen Auseinandersetzungen bei einer nicht genehmigten Pro-Palästina-Demonstration in Bern am 11. Oktober 2025 hat die Kantonspolizei Bern verpixelte Fotos von mutmaßlichen Täterinnen und Tätern am Freitag, den 20. März 2026, herausgegeben. Die Polizei geht nach der Auswertung von Videoaufnahmen davon aus, dass diese Personen Straftaten während des Aufmarschs begangen haben.
Die Behörde sucht öffentliche Hinweise und kündigt an, die Bilder unverpixelt zu veröffentlichen, sollten sich die Verdächtigen bis zum 30. März nicht stellen oder identifizieren lassen. Dieses Vorgehen ist eine gängige Taktik vieler Polizeibehörden, um den Druck auf die gesuchten Personen zu erhöhen.
Bei der Demonstration in der Berner Innenstadt kam es zu erheblichen Sachschäden und einem Brand im Traditionsgasthaus «Della Casa». Es gab zahlreiche Verletzte, und bereits 600.000 Franken an Schadensersatz wurden gemeldet.
Im selben Kontext wurde der Schweizer Bundesrat über die geplante Teilnahme am Europäischen Katastrophenschutzmechanismus (UCPM) informiert. Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport wird bis Ende 2026 einen Teilnahmeplan einschließlich Finanzierungsvorschläge vorlegen. Diese Entscheidung folgt auf erfolgreiche Zusammenarbeit im Rahmen des UCPM bei der Brandkatastrophe in Crans-Montana, wo internationale Hilfe für die Versorgung schwer verletzter Patienten entscheidend war.
Zudem hat das Parlament 2025 eine Lockerung des Kriegsmaterialgesetzes beschlossen. Eine Referendumskampagne gegen diese Änderungen ist erfolgreich angelaufen; mehr als 62.000 Unterschriften wurden bereits gesammelt, weit über die erforderlichen 50.000 hinaus. Die Überprüfung durch die Gemeinden steht noch aus, bevor das Referendum bis zum 17. April 2026 bei der Bundeskanzlei eingereicht wird.