(dpa) Der renommierte Regisseur Wim Wenders (80) wird dieses Jahr mit dem Ehrenpreis der Deutschen Filmakademie gewürdigt. Bei der Preisverleihung des Deutschen Filmpreises am 29. Mai in Berlin wird er für seine herausragenden Leistungen im deutschen Kino geehrt, wie die Akademie am Dienstag (23. März) bekannt gab.
“Wim Wenders ist als Filmemacher einzigartig und seit über fünf Jahrzehnten eine Ikone des Weltkinos”, erklärte Akademiepräsident Florian Gallenberger. Wenders habe sowohl Spielfilme als auch Dokumentationen gedreht, “die grossartigsten Soundtracks aller Zeiten” kreiert, zahlreiche Festivals gewonnen und mit bedeutenden Stars zusammengearbeitet.
Gallenberger betonte weiterhin, dass Wenders Millionen Menschen bereichert habe, indem er zeige, dass die wahren Geheimnisse des Lebens jenseits der Oberfläche der Alltagsrealität liegen. “Er vermag es immer wieder, den unerklärlichen Zauber und die fragile Schönheit des Lebens einzufangen und so erlebbar zu machen”, lobte Gallenberger, selbst Regisseur.
Zuletzt fungierte Wenders als Jurypräsident der Berlinale im Februar. Das Festival war in diesem Jahr auch Schauplatz intensiver Diskussionen über die politische Verantwortung von Filmschaffenden, insbesondere hinsichtlich des Nahostkonflikts. Wenders hatte argumentiert, dass Filmemacher ein Gegengewicht zur aktiven Politik darstellen.
Die Deutsche Filmakademie wird Ende Mai in Berlin den Deutschen Filmpreis verleihen. Ähnlich wie bei den Oscars wählen die Akademiemitglieder über Preisträger ab, so auch für die Goldene Lola. Die Nominierungen werden am kommenden Dienstag (31. März) bekanntgegeben.
(dpa) Der 2024 verstorbene Regisseur Wolfgang Becker wird postum mit dem Ernst-Lubitsch-Preis ausgezeichnet, der beste komödiantische Leistung in einem deutschsprachigen Film würdigt. Die erstmalig postume Verleihung erfolgt für den Film “Der Held vom Bahnhof Friedrichstrasse”, dessen Fertigstellung Becker nicht mehr erleben konnte.
Die Jury des Club der Filmjournalisten Berlin lobte Beckers Meisterschaft, Witz und Melancholie in Einklang zu bringen und Historie mit Gegenwart auf unverwechselbare Weise zu verbinden. Bekannt wurde er auch durch die Tragikomödie “Good Bye, Lenin!”.
Mit der postumen Auszeichnung wird Beckers Bedeutung als genauer Beobachter gesellschaftlicher Feinheiten und prägnanter Komödienregisseur gewürdigt. Der Preis ist nach dem Regisseur Ernst Lubitsch (1892-1947) benannt. Bei einer Sommer-Gala in Berlin werden seine Weggefährten Dani Levy (“Alles auf Zucker!”) und Tom Tykwer (“Babylon Berlin”) die Laudatio halten.