Marc Sieger berichtet, dass die Zukunft der Rotseefähre weiterhin ungewiss ist. Ein Bevölkerungsantrag fordert nun die Stadt Luzern auf, Verantwortung zu übernehmen. Die Fährverbindung hängt aktuell stark von privaten Bemühungen ab, was Anwohner kritisieren.
Nachdem das Betreiberpaar im Dezember 2024 seinen Rückzug angekündigt hatte, zog der Quartierverein Maihof den Stecker aus finanziellen Gründen. Die Einnahmen wurden bisher geteilt: für die Fährleute und zur Instandhaltung des Fährihauses sowie einer Mietwohnung.
Kurz darauf siedelte sich eine lokale Modeschöpferin mit ihrer Familie im Fährihaus an, um den Betrieb fortzuführen. Auch sie sucht nach finanzieller Unterstützung und bemüht sich aktuell um Sponsoren.
Anwohner sehen die Stadt Luzern in der Pflicht, da diese als Besitzerin des Rotsees agiert. Es fehlen klare Zuständigkeiten für den Fährbetrieb. Der Bevölkerungsantrag fordert von der Stadt ein Konzept zur langfristigen Sicherung der Fähre.
Die Anwohner möchten Klarheit über die Rolle der Stadt und deren Ziele für den Rotsee erhalten, da der Betrieb nicht isoliert betrachtet werden kann. Die Fährverbindung sei identitätsstiftend und ein wichtiger Bestandteil des öffentlichen Lebens im Gebiet.
Für die Unterzeichner des Antrags ist klar: Der Weiterbetrieb der Fähre ist essenziell, und ihre Sicherung sollte nicht allein von privaten Personen abhängen.