Während früher Schönheitsoperationen oft offensichtlich nachbearbeitet aussahen, sind solche Ergebnisse heute seltener. Chirurgen erklären die neuen Techniken, die für das jugendliche Aussehen von Prominenten verantwortlich sind.
Bekannte Persönlichkeiten wie Lindsay Lohan (39) und Christina Aguilera (45) erstaunten vor zwei Jahren mit einem deutlich jüngeren Erscheinungsbild. Ähnliches gilt für Anne Hathaway, die bei den Oscars 2026 fast genauso aussah wie im Jahr 2007. Diese Verjüngungen sind auf eine neue Ära der Schönheitschirurgie zurückzuführen.
Der renommierte Chirurg Werner Mang erläutert, dass unblutige Eingriffe und moderne Techniken zur Verjüngung beitragen. Er bietet ähnliche Methoden wie in den USA an. Chefarzt der Bodenseeklinik in Lindau erklärt, dass Christina Aguilera solche nicht-operativen Behandlungen umfangreich genutzt hat.
Berühmtheiten aus Hollywood, darunter Brad Pitt (62), würden diese Methoden ebenfalls bevorzugen. Zu den unblutigen Verfahren zählen Botox- und Hyaluron-Injektionen sowie Radiofrequenz-Therapie und Microneedling. Diese Techniken fördern die Kollagenbildung für ein verbessertes Hautbild.
Ein weiterer Trend sind Biostimulatoren, die das Volumen der Haut auf natürliche Weise steigern. Chirurg Farid Rezaeian von der Zürcher Clinic Utoquai bestätigt diesen Trend auch in der Schweiz. Er betont, dass Botox nach wie vor als führendes Anti-Aging-Mittel gilt.
Zu den aktuellen Methoden zählt das Fadenlifting, das temporäre Verjüngungseffekte erzielt und durch Laserbehandlungen ergänzt werden kann. Eine neue OP-Technik, das Deep-Plane-Facelift, verleiht dem Gesicht ein natürliches Aussehen.
Rezaeian betont, dass es die Kombination dieser Methoden ist, die zu den jugendlichen Erscheinungsbildern führt. Die oberste Hautschicht kann durch Pflege und Kosmetik aufrechterhalten werden, während tiefere Schichten operativ behandelt werden.
Diese Verfahren sind teuer: Ein Deep-Plane-Facelift kostet 35.000 Franken, andere Behandlungen zwischen 250 und 1.000 Franken. Mang bietet Kombi-Behandlungen für etwa 1.000 Franken an, die auch von weniger vermögenden Menschen genutzt werden können.
Rezaeian warnt jedoch vor dem Druck, sich Hollywoods glatten Gesichtern anzupassen. Er betont, dass viele Fotos gefiltert sind und einfache Maßnahmen wie Hautpflege und gesunde Lebensweise gegen Falten helfen.
Schönheits-Operationen gewinnen nicht nur unter Prominenten an Beliebtheit; sie werden auch in der breiten Bevölkerung immer populärer. Viele reisen ins Ausland, um Kosten zu sparen, wobei jedoch das Risiko unseriöser Anbieter besteht.
Bei Fehlern müssen Krankenkassen die Folgekosten tragen und somit alle Versicherten leiden.