Der Schweizer Tonträgermarkt verzeichnete einen Gesamtumsatz von 259 Millionen Franken und damit ein Plus zum Vorjahr, wie der Branchenverband der Schweizer Musiklabels Ifpi am Freitag bekannt gab. Nach einem Tiefpunkt im Jahr 2015 wuchs der Markt kontinuierlich in den folgenden zehn Jahren. Im Vergleich zu 2024 konnte der Umsatz um vier Prozent gesteigert werden.
Der Verkauf von Vinylplatten erlebte seit 2021 ein signifikantes Wachstum von fast 20 Prozent, während das Musikstreaming weiterhin mit einem Marktanteil von über 90 Prozent dominierte. Über die letzten zehn Jahre hinweg hat sich der Musikmarkt um beinahe 80 Prozent erhöht, was auch auf eine Dreifachsteigerung der digitalen Umsätze zurückzuführen ist, wie in der Mitteilung erwähnt wurde.
Der Branchenverband Ifpi zeigte sich optimistisch für die Zukunft der Musikbranche. Neue Einnahmequellen ergeben sich durch den Einsatz von Songs auf Social Media und zunehmende Lizenzverträge für KI-Nutzungen, wodurch Musiker vor künstlerischem Missbrauch geschützt werden. Lorenz Haas, Geschäftsführer von Ifpi, betonte: «Die gezielte und verantwortungsbewusste Lizenzierung von Musik für KI ermöglicht nicht nur neue Einnahmequellen, sondern schützt die Musikerinnen und Musiker auch wirksam vor künstlerischer Verwässerung und Missbrauch.»
Im Jahr 2025 waren US-amerikanische und britische Popmusik besonders beliebt in der Schweiz. In den Single-Jahrescharts führten «Apt.» von Rosé, Bruno Mars und Lady Gaga mit «Die With A Smile» die Rangliste an. Der Top-Song war «Ordinary» von Alex Warren. Bei den Alben setzte sich Latin-Rap durch: Bad Bunnys Album «Debí Tirar Más Fotos» erreichte Platz eins der Schweizer Charts.
Auch Schweizer Mundartmusik erlangte Anerkennung, wobei Patent Ochsner mit «Tag & Nacht» den dritten und Trauffer mit «Heubode» den sechsten Platz in den Jahrescharts belegten.