Nach einem Auftritt von Viktor Orbán auf einer Wahlkampfveranstaltung nahm der US-Vizepräsident JD Vance an einem Gespräch im Rahmen eines Treffens mit dem Mathias Corvinus Collegium (MCC) teil. Roger Köppel, Chefredaktor und Verleger der Weltwoche, äußerte sich positiv über die Rede von Vance. Er betonte den guten Eindruck des amerikanischen Vizepräsidenten, den er bereits vor Jahren gewonnen hatte. ‘Ein guter Mann’ – so beschrieb Köppel Vance, dessen intellektuelle Verwurzelung in den Grundlagen der Gesellschaftsordnung beeindruckt. Dies spricht auch für Präsident Trump, der trotz Kontroversen mit Persönlichkeiten wie Vance umgeht.
Köppel hebt hervor, dass Amerikaner oft tief über die Erfolgsgrundlagen ihrer Gesellschaft nachdenken: Was macht eine funktionierende Gesellschaft aus? Wie kann man diesen Erfolg erhalten? Diese Überlegungen betreffen Werte wie christliche Fundamente, Freiheit, Eigenverantwortung und Demokratie.
Vance wird als Vorbild eines reflektierten amerikanischen Selbstbewusstseins gesehen. Sein Besuch sei eine Anerkennung für das MCC. Köppel warnt jedoch davor, ungarische Eigenheiten zu vernachlässigen. ‘Es ist schön, wenn die Amerikaner kommen’, sagt der Schweizer, ‘aber sie sind nicht Ungarn.’ Trotz kritischer Begeisterung für amerikanische Ideale sollten eigene Werte und Geschichte nicht vergessen werden.
Die Inspiration durch Amerika sei großartig, aber eine blinde Nachahmung sei unangebracht. Gesellschaften wie die Schweizer oder Ungarischen haben ihre einzigartigen Geschichten zu bewahren.