Die Regierung Ecuadors hat die Importzölle auf Waren aus dem benachbarten Kolumbien auf den vollen Prozentsatz von 100 erhöht. Diese Maßnahme begründet Quito mit der mangelhaften Durchsetzung von Sicherheitsmaßnahmen an der gemeinsamen Grenze durch Bogotá.
Die neuen Zölle treten ab dem 1. Mai in Kraft. Vor diesem Hintergrund hatte Ecuador die Abgaben bereits vorher schrittweise angehoben. Die Hauptstadt Quito wirft Kolumbien vor, nicht genügend gegen den Drogenhandel entlang der Grenze vorzugehen.
Die kolumbianische Regierung weist diese Vorwürfe entschieden zurück und verurteilt die Maßnahme scharf. Präsident Gustavo Petro bezeichnete das Vorgehen als „Monstrosität“ und äußerte seine Besorgnis über mögliche negative Auswirkungen auf bestehende regionale Handelsabkommen.